Aufrufe: 1000 Autor: Site-Editor Veröffentlichungszeit: 19.05.2025 Herkunft: Website
Eine Federscheibe ist eine Art Befestigungselement, das verhindern soll, dass sich Schrauben, Muttern oder Schraubverbindungen unter Vibrationen, dynamischen Belastungen oder Wärmeausdehnung lösen. Durch die Erzeugung einer kontinuierlichen Spannung durch elastische Verformung gleicht es kleinere Bewegungen in Baugruppen aus und gewährleistet so eine langfristige Stabilität. In diesem Artikel werden die Typen, Materialien, Arbeitsprinzipien und Anwendungen untersucht.
Eine Federscheibe ist ein scheibenförmiges Bauteil mit einer gespaltenen oder wellenförmigen Struktur, das typischerweise unter einem Muttern- oder Schraubenkopf platziert wird. Im Gegensatz zu flachen Unterlegscheiben fungiert sie als Feder, um die Klemmkraft aufrechtzuerhalten und einem Lösen durch äußere Kräfte entgegenzuwirken. Aufgrund seiner Elastizität kann es Stöße und Vibrationen absorbieren und ist daher in mechanischen und industriellen Systemen unverzichtbar.
Spiralfederscheibe (Geteilte Sicherungsscheibe):
Der gebräuchlichste Typ mit einem spiralförmigen Schnitt, der beim Zusammendrücken eine Spannung erzeugt. Wird in allgemeinen Maschinen- und Automobilanwendungen verwendet.
Belleville-Unterlegscheibe (konische Federscheibe):
Eine konische Scheibe, die eine hohe Tragfähigkeit auf kleinstem Raum bietet. Ideal für Hochleistungsanwendungen wie Ventile und Flansche.
Wellenscheibe:
Ein wellenförmiges Ringdesign, das eine gleichmäßige Druckverteilung bietet. Geeignet für empfindliche Baugruppen wie Elektronik oder kleine Motoren.
Interne/externe gezahnte Unterlegscheiben:
Enthält mehrere „Zähne“ für lokalisierten Druck. Wird in rotierenden Wellen oder Lagervorspannungssystemen verwendet.
Materialien:
Kohlenstoffstahl (kostengünstig, allgemein einsetzbar).
Edelstahl (korrosionsbeständig für raue Umgebungen).
Kupferlegierungen (elektrische Leitfähigkeit).
Kunststoffe (nicht leitend, leicht).
Oberflächenbehandlungen:
Verzinkung (Rostschutz).
Phosphatieren (verbessert die Verschleißfestigkeit).
Vernickelung (erhöhte Korrosionsbeständigkeit).
Dacromet-Beschichtung (Hochtemperaturbeständigkeit).
Federscheiben zeichnen sich durch ihr elastisches Verformungsvermögen und einzigartige Geometrien aus:
Geteilte Sicherungsscheiben haben einen spiralförmigen Spalt.
Tellerfedern ähneln einem flachen Kegel.
Wellenscheiben weisen sinusförmige Grate auf.
Ihre kompakte Größe (typischerweise 2–50 mm Durchmesser) und das leichte Design sorgen für eine einfache Integration in Baugruppen.

Platzieren Sie die Federscheibe direkt unter dem Mutter- oder Schraubenkopf.
Ziehen Sie das Befestigungselement mit dem empfohlenen Drehmoment an und drücken Sie dabei die Unterlegscheibe zusammen.
Stellen Sie sicher, dass die geteilte oder wellenförmige Ausrichtung der Unterlegscheibe mit der Drehrichtung übereinstimmt (kritisch für geteilte Typen).
Häufige Fehler: Zu starkes Anziehen (reduziert die Elastizität) oder die Verwendung mehrerer Unterlegscheiben (hebt die Federwirkung auf).
Federscheiben funktionieren über zwei Mechanismen:
Elastische Verformung: Beim Zusammendrücken speichert die Unterlegscheibe Energie und übt eine Rückstellkraft aus, die die Spannung auf das Befestigungselement aufrechterhält.
Reibungsverbesserung: Die Kanten der Unterlegscheibe greifen in die Passflächen und erhöhen so den Widerstand gegen Rotationslockerung.
Automobil: Motorlager, Aufhängungssysteme.
Luft- und Raumfahrt: Kritische Verbindungen in Flugzeugstrukturen.
Konstruktion: Stahlgerüste, Brückenbolzen.
Elektronik: Sicherung von Leiterplattenkomponenten.
Industriemaschinen: Pumpen, Getriebe, Fördersysteme.
Federscheiben sind einfache, aber wichtige Komponenten, die sich den Lockerungsproblemen in dynamischen Umgebungen stellen. Durch die Auswahl des geeigneten Typs (z. B. konische Federscheibe für schwere Lasten, Wellenscheiben für Präzision) und des Materials (z. B. Edelstahl für korrosive Umgebungen) stellen Ingenieure branchenübergreifend zuverlässige Leistung sicher. Ihre Kosteneffizienz und einfache Installation machen sie zu einem Eckpfeiler des modernen mechanischen Designs.